Für 2009 ist eine Erhöhung des Kindergeldes vorgesehen. Im Gespräch ist ein Aufschlag von 10 Euro pro Kind. Was soll damit erreicht werden ? Vielleicht genügt es für den Inflationsausgleich auf all die Ausgaben, die für das Kind notwendig sind. Ein Schritt zur dringend notwendigen Reduzierung der Kinderarmut ist es jedenfalls nicht, zumal in keiner Weise geprüft werden kann, ob die Mehrleistung tatsächlich beim Kind ankommt. Das aber wäre für das Kindeswohl entscheidend. Jeder Euro, der heute als Kindergeld an Eltern gezahlt wird, könnte von diesen ebenso gut in Tabakkonsum, den verteuerten Kraftstoff oder in ein Premiere-Abo gesteckt werden.
Dringend angebracht ist deshalb ein Umdenken bei der staatlichen Sorge um die Kinder. Eine direkte Reduzierung der Ausgaben für den Nachwuchs würde die Versorgung eher sicherstellen: kostenlose Kita-Plätze, Schulessen, Lehrmittel etc.






Interessanter und sehr guter Ansatz! Es ist tatsächlich so, dass niemand weiß, was mit dem ausgezahlen Kindergeld geschieht. Fälle in denen dieses Geld jedenfalls nicht zum Wohl der Kinder eingesetzt wurde sind hingegen zahlreich bekannt. Der Staat hat eine qualifizierte Betreuung der Kinder sicherzustellen und ein hohen Ansprüchen genügendes Bildungswesen vorzuhalten. Genau das geschieht aber nicht. Statt dessen wird eine ratierliche Leistungsprämie für das Zeugen von Kindern gezahlt.