Puerto de la Cruz, mit 30.613 Einwohnern (Stand 2005) die sechstgrößte Stadt Teneriffas, ist touristisches Zentrum der Inselnordküste. Zusammen mit La Orotava, Los Realejos und anderen Orten bildet Puerto de la Cruz einen Ballungsraum von ca. 140.000 Einwohnern. Die Küstenstadt liegt west-südwestlich der Insel-Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife. Nachbargemeinden sind La Orotava im Osten und Süden und Los Realejos im Westen.
Die Gemeinde hat eine Ausdehnung von 8,84 km² auf einer durchschnittlichen Höhe von 9 m über dem Meeresspiegel und ist im Valle de la Orotava (Orotava-Tal) gelegen.
Das hier im Gegensatz zur trockenen, regenarmen Südküste vorherrschende feuchtwarme Klima ist Garant für eine besonders abwechslungsreiche Vegetation. So ist Puerto de la Cruz umgeben von ausgedehnten Bananenplantagen, die aufgrund der extremen Expansion der beiden Städte Puerto und Orotava immer weiter dezimiert werden.
Sehenswürdigkeiten:
Jardín Botánico : Der Botanische Garten war zwar nicht als touristische Einrichtung geplant, ist aber seit Jahrhunderten Anziehungspunkt für auswärtige Besucher. Der „Jardín de aclimatación de La Orotava”, wie der Garten heute noch heißt, liegt nicht in Orotava, sondern am südöstlichen Ortsrand von Puerto de la Cruz. Er wurde im Jahr 1788 im Auftrag des Königs Karl III. durch Alonso de Nava y Grimon VI. Marqués Villanueva del Prado angelegt.
Plaza del Charco : Treff- und Mittelpunkt der Stadt vor allem unter Einheimischen ist die Plaza del Charco. Die Gebäude auf der Westseite des Platzes, in denen heute Restaurants und Cafés untergebracht sind, stammen z.T. noch aus dem 17. Jahrhundert. Ihre Fassaden wurden allerdings immer wieder dem Stil der Zeit angepasst. In den Innenhöfen erkennt man noch an den Galerien die ehemals kunstvolle Ausgestaltung der Gebäude, die von Kaufleuten als Wohn- und Geschäftshäusern errichtet wurden. Das heute unter dem Namen Rincon del Puerto bekannte Gebäude war im 19. Jahrhundert ein Gasthaus in dem sowohl der spätere Kaiser Maximilian von Mexiko als auch der spätere russische Zar Alexander III. übernachteten.
Plaza de la Iglesia : Die Plaza de la Iglesia ist ein Platz, der bereits bei der ersten Stadtplanung im Jahr 1603 vorgesehen war. Auf der Ostseite wurde Ende des 17. Jahrhunderts die Kirche Nuestra Señora de la Peña de Francia gebaut. An der Westseite befand sich bis 1925 das Kloster der Heiligen Katarina, das seit der Desamortisation verschiedenen Zwecken diente. Heute befindet sich auf dem Grundstück eine Schule.Die heutige Gestaltung des Platzes stammt aus der Zeit um 1900. In der Mitte des Platzes befindet sich ein Springbrunnen im Jugendstil, ebenfalls im Jahr 1900 erbaut, der die Form eines Schwanes hat, aus dessen Schnabel Wasser sprudelt.
Capella di San Telmo : Eine Vorgängerkirche der heutigen Kapelle scheint bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts innerhalb der Befestigungsanlage San Telmo errichtet worden zu sein. Das heutige Gebäude geht auf eine Gründung der Kaufmannsgilde im Jahr 1780 zurück. Im Jahr 1827 wurde die Kirche durch eine Flut stark beschädigt. Nach einer grundlegenden Restaurierung im Jahr 1880 wurden nur noch wenige Veränderungen vorgenommen.
Neben weiteren kirchlichen Bauten gibt es eine Vielzahl weiterer profaner Gebäude, die zu besichtigen sich lohnt. Zahlreiche weitere Hinweise gibt der hervorragende Wikipedia-Artikel, aus dem auch die vorangehenden Textpassagen stammen.
Viele weitere Fotos finden sich hier.












