Feed on
Artikel
Kommentare

DePhazz

Es gibt Songs, die gehen mir jahrelang nicht aus dem Kopf. Nicht viele sind es, aber sie sind umso wertvoller.

Einer dieser Songs ist “Mambo Craze” von DePhazz.

Kaum glaublich, gleich ob man “Mambo Craze” hört oder einen der anderen Songs aus dem Album “Godsdog” (erschienen im Jahr 2000), das das zweite des Band-Projektes war, dass DePhazz aus Deutschland, genauer gesagt aus Heidelberg, stammt. Denn deutsch klingt diese Musik ganz und gar nicht. Karibische Sounds, Easy Listening, Jazz, Soul - eine bunte Mischung wurde von Pit Baumgartner und seinen Leuten verarbeitet. Dieser Sound fördert mein Wohlbefinden, lässt mich entspannen, träumen oder tanzen.

Dass die Songs so stilecht klingen, ist nicht nur den großartigen Arrangements zu verdanken, sondern vor allem den Stimmen der beiden Gesangssolisten: Pat Appleton und Karl Frierson. Nicht nur im Studio, erst recht auf der Bühne bei den fantastischen Live-Auftritten der Band, sorgen sie für Gänsehaut-Feeling.

“Godsdog” ist der absolute Höhepunkt unter den veröffentlichten Alben. Der direkte Vorgänger “Detunized Gravity”(1997) sowie das dritte Album “Death by Chocolate” können die Qualität in ähnlicher Form aufweisen. Die übrigen CDs werden dann leider dem hohen Standard nicht mehr gerecht.

Deshalb sei hier als zweite Kostprobe aus dem DePhazz-Schaffen noch der Titeltrack aus der CD “Godsdog” vorgestellt.

Katz und Maus

Zoe, eine Kurzhaar-Hauskatze, bei einer Katzenausstellung in New York

So lautet die Einschätzung zum Einsatz bewaffneter Streitkräfte zum Schutze des G-8-Gipfels in Heiligendamm 2007, die Burkhard Hirsch, ehemaliger Bundestags-Vizepräsident, anlässlich der Vorstellung des “Grundrechte-Reports 2008″ äußerte.

Der als “alternativer Verfassungsschutzbericht” angesehene jährliche Report geht mit der Politik harsch ins Gericht in Bezug auf deren Umgang mit der Verfassung. Hirsch wünscht sich “mehr Respekt vor der Verfassung und den Grundrechten”, an denen nicht länger herumgefummelt werden dürfe. Rechtsanwalt Heinrich Hannover ergänzt, er lese “mit Grausen, was für ein demokratiefeindlicher und kostspieliger Aufwand an Sicherheitsvorkehrungen für notwendig befunden wurde”. Das riesige Aufgebot von Polizei und Bundeswehr sei das einer “militärischen Kesselschlacht” gewesen. In polizeilichem Gewahrsam seien Männer und Frauen entwürdigenden Maßnahmen ausgesetzt gewesen.

Von insgesamt neun Menschenrechts- bzw. Bürgerrechts-Organisation wird der “Grundrechte-Report” herausgegeben. In 40 Beiträgen wird das Augenmerk auch auf die Verschärfungen des Ausländerrechts und auf die forcierte Bedrohung des Datenschutzes gerichtet. Der Report ist im Buchhandel für 9,95 Euro erhältlich.

(Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, Juni 2008, ISBN 978-3-596-17925-4, 256 Seiten)

Man hat es schon lange geahnt, und dennoch mag man kaum glauben, was nach Recherchen und Befragungen, die sich über rund eineinhalb Jahre erstreckten, von Philippe Sands (Professor für internationales Recht, London) als Resumee gezogen wird: Amerikas Top-Juristen haben nicht nur von der Folter in Guantanamo gewusst und sie vertuscht. Sie haben sie sogar erkennbar gebilligt.

“Folter-Team - Rumsfeld’s Memo und der Verrat an Amerikas Werten” betitelte Sands sein neues Buch (erhältlich in den USA ab 13. Mai), das das schockierende Ergebnis seiner Nachforschung öffentlich macht. Nicht alles darin ist neu, aber vieles wurde bislang nicht in dieser Deutlichkeit zusammengetragen und niedergeschrieben.

Immer klarer stellt sich die Frage, was George W. Bush und seine Riege von den Vorgängen in Guantanamo gewusst haben. Es scheint unvorstellbar, dass irgend etwas von der dortigen Gewalt gegen die “Inhaftierten” den mächtigsten Führern des amerikanischen Staates verborgen gewesen sein soll, schließlich waren die eingangs erwähnten Juristen im direkten Umfeld der politischen Elite angesiedelt:

- David Arlington, ehemaliger Rechtsberater von Vizepräsident Dick Cheney, heute dessen Stabschef

- Alberto Gonzales, persönlicher Rechtsberater von George W. Bush und späterer Justizminister

- Jim Haynes, Pentagon-Chefjurist

Und gleichfalls immer deutlicher stellt sich die Frage nach der politischen, moralischen oder sogar strafrechtlichen Verantwortung für die Folter im Gefängnis von Guantanamo oder Abu Ghraib.

Nach den Vorwahlen für die US-Präsidentschaft, die am vergangenen Dienstag in North Carolina und Indiana stattfanden, ist eines zur Gewissheit geworden: es gibt kein glaubhaftes Szenario mehr, dass Hillary Clinton die erforderliche Zustimmung als Kandidatin der Demokraten erreichen könnte.

In North Carolina ging Clinton unter, und in Indiana konnte sie sich nur denkbar knapp gegen Barack Obama durchsetzen. Was soll - nach Meinung Clintons - noch in den ausstehenden Nominierungswochen geschehen, das Obama von den Stufen zum Thron stoßen könnte ?

Weder droht ihm das Geld für die Wahlkampagne auszugehen (im Gegenteil: das passiert Clinton immer wieder) noch gibt es die geringsten Anhaltspunkte dafür, dass Clinton in den kommenden Entscheidungen ein Ergebnis von über 70% Stimmenanteil erzielen könnte, das Voraussetzung wäre für ein Überrunden ihres Konkurrenten.

Ebenso unwahrscheinlich ist die theoretisch denkbare Chance, dass sich die Super-Wahlmänner über das bisherige Votum der demokratischen Wählerschaft hinwegsetzen könnten und damit vor allem junge Wähler und die Nicht-Weiße-Bevölkerung vor den Kopf stießen.

Längst gehen auch zahlreiche ihrer politischen Freunde auf Distanz, ebenso wie die ihr freundliche gesonnene Journaille.

Was also treibt Hillary Clinton weiter an, wenn Vernunftgründe längst zum Eingeständnis ihrer Niederlage hätten führen müssen ? Ist es (selbst-)zerstörerischer Stolz, die mangelnde Fähigkeit zum Nachgeben ? Reine Dickköpfigkeit und Trotz ? Der Wille, Obama das Leben als Kandidat so schwierig wie möglich zu gestalten, auch auf die Gefahr hin, den Konsens der Demokraten auf’s Spiel zu setzen und die Partei zu schwächen ?

Alle Umfragen zeigen deutlich: die USA wollen den Wechsel, und der Garant dafür heißt Barack Obama. Er ist unverbraucht und charismatisch, er ist glaubhaft, er symbolisiert den Wechsel aber auch allein durch seine Abstammung. Seine Nominierung wäre ein großer Schritt für das politische Selbstbewußtsein der schwarzen Bevölkerung und der Latinos, die sich selbst endlich einmal von oberster Stelle aus repräsentiert sähen.

Foto des Tages

Im Ohama-Tierpark in Sakai/Japan leiden die Makaken wegen unvernünftiger Zoobesucher unter extremem Übergewicht. Ein Fütterungsverbot wurde erteilt, und die Affen leben jetzt eine strenge Diät.

Mona Lisa revisited

Das Gesicht des schwergewichtigen 19jährigen Chinesen Qian Zhijun wurde - zum Spaß vieler Photoshop-User - in diverse berühmte Gemälde und Filmszenen kopiert. Damit wurde er zum Web-Star und bekam aufgrund dieses Erfolges sogar eine Rolle in einer Hollywood-Adaption der chinesischen Novelle “Ghost blows out the light” angeboten.

Hier noch zwei weitere Kostproben:

“Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.” (Otto von Bismarck)

Soweit ersichtlich, befinden wir uns derzeit nicht im Krieg. Und auf die Jagd geht Erwin Huber bekanntlich auch nicht (jedenfalls nicht im herkömmlichen waidmännischen Sinne). Also ist wohl die Wahl Ursache gewesen für die Lügen über den Zustand der Bayerischen Landesbank, die man dem CSU-Chef heute anlastet.

Schon seit Wochen wird Huber vorgeworfen, sein wissen über die problematische Situation der BayernLB konsequent verschwiegen zu haben. Jetzt legt die “Süddeutsche Zeitung” noch mal nach: (Zitat Spiegel online) “Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) sei Ende Oktober 2007 per Brief von Bayerns Sparkassen-Chef Siegfried Naser - selbst Vorsitzender des Verwaltungsrats der BayernLB - über die Folgen der Kreditkrise für die Landesbank informiert worden. Die Bank müsse im schlimmsten Fall “bis zu 15 Milliarden Euro Risikopositionen auf die eigenen Bücher nehmen”. Er habe außerdem angeboten, dass die Sparkassen dem Freistaat seinen 50-Prozent-Anteil für vier Milliarden Euro abkaufen. …

Nun lautet die Frage: Warum hat die Staatsregierung die Zahlen unter der Decke gehalten? Erwin Huber: … Es sei “allen Beteiligten” klar gewesen, dass es Risiken beim Handel mit Hypothekenkrediten gegeben habe. Im Verwaltungsrat sei “natürlich oft von diesen Risiken die Rede gewesen”. Aber die Zahlen seien nicht belastbar gewesen, sagt Huber. Dann gesteht er ein: Im Nachhinein gesehen “wäre es für die Landesbank klüger gewesen, früher differenziertere Berechnungen zu machen und an die Öffentlichkeit zu gehen”. Er sei “sowieso dafür gewesen, früher mit Zahlen nach draußen zu gehen, aber der Vorstand wollte nicht”.”

Dieses durchschaubare Taktieren bringt Huber zu Recht in größte Bedrängnis.

Nicht nur die Opposition hegt verständlicherweise größte Zweifel an seinen Darstellungen. Auch Parteifreunde sind sich über den Wahrheitsgehalt von Hubers Äußerungen sehr unsicher. Die Situation der CSU ist nun nahezu ähnlich katastrophal wie die der BayernLB selbst, weil täglich mit neuen Schreckensmeldungen gerechnet wird, die mittlerweile auch Ministerpräsident Beckstein in Mitleidenschaft ziehen.

Ob die Opposition selbst sich all zu weit in der Kritik an der CSU-Führung hervor wagen darf, ist gleichzeitig ebenfalls fraglich. “Im Bayerischen Rundfunk sagte der haushaltspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Thomas Mütze, er sei gemeinsam mit den Fachkollegen von SPD und CSU am 10. September 2007 in einem vertraulichen Gespräch vom damaligen Finanzminister Faltlhauser in Sachen BayernLB informiert worden: über drohende Wertberichtigungen von 400 Millionen und Zahlungsausfälle von 45 Millionen Euro.” (Zitat Spiegel online)

Ein gesteigertes Interesse, diese Kenntnisse vor der Landtagswahl dem bayerischen Wähler zu verschweigen, kann aber weder SPD, FDP noch den Grünen nachgesagt werden. So steht im Augenblick Erwin Huber als der Pinocchio der CSU allein im Rampenlicht.

Puerto de la Cruz, mit 30.613 Einwohnern (Stand 2005) die sechstgrößte Stadt Teneriffas, ist touristisches Zentrum der Inselnordküste. Zusammen mit La Orotava, Los Realejos und anderen Orten bildet Puerto de la Cruz einen Ballungsraum von ca. 140.000 Einwohnern. Die Küstenstadt liegt west-südwestlich der Insel-Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife. Nachbargemeinden sind La Orotava im Osten und Süden und Los Realejos im Westen.

Die Gemeinde hat eine Ausdehnung von 8,84 km² auf einer durchschnittlichen Höhe von 9 m über dem Meeresspiegel und ist im Valle de la Orotava (Orotava-Tal) gelegen.

Stadtpanorama

Das hier im Gegensatz zur trockenen, regenarmen Südküste vorherrschende feuchtwarme Klima ist Garant für eine besonders abwechslungsreiche Vegetation. So ist Puerto de la Cruz umgeben von ausgedehnten Bananenplantagen, die aufgrund der extremen Expansion der beiden Städte Puerto und Orotava immer weiter dezimiert werden.

tropische Vegetation

Sehenswürdigkeiten:

Jardín Botánico : Der Botanische Garten war zwar nicht als touristische Einrichtung geplant, ist aber seit Jahrhunderten Anziehungspunkt für auswärtige Besucher. Der „Jardín de aclimatación de La Orotava”, wie der Garten heute noch heißt, liegt nicht in Orotava, sondern am südöstlichen Ortsrand von Puerto de la Cruz. Er wurde im Jahr 1788 im Auftrag des Königs Karl III. durch Alonso de Nava y Grimon VI. Marqués Villanueva del Prado angelegt.

Botanischer garten

Plaza del Charco : Treff- und Mittelpunkt der Stadt vor allem unter Einheimischen ist die Plaza del Charco. Die Gebäude auf der Westseite des Platzes, in denen heute Restaurants und Cafés untergebracht sind, stammen z.T. noch aus dem 17. Jahrhundert. Ihre Fassaden wurden allerdings immer wieder dem Stil der Zeit angepasst. In den Innenhöfen erkennt man noch an den Galerien die ehemals kunstvolle Ausgestaltung der Gebäude, die von Kaufleuten als Wohn- und Geschäftshäusern errichtet wurden. Das heute unter dem Namen Rincon del Puerto bekannte Gebäude war im 19. Jahrhundert ein Gasthaus in dem sowohl der spätere Kaiser Maximilian von Mexiko als auch der spätere russische Zar Alexander III. übernachteten.

typisches Innenstadt-Café

Plaza de la Iglesia : Die Plaza de la Iglesia ist ein Platz, der bereits bei der ersten Stadtplanung im Jahr 1603 vorgesehen war. Auf der Ostseite wurde Ende des 17. Jahrhunderts die Kirche Nuestra Señora de la Peña de Francia gebaut. An der Westseite befand sich bis 1925 das Kloster der Heiligen Katarina, das seit der Desamortisation verschiedenen Zwecken diente. Heute befindet sich auf dem Grundstück eine Schule.Die heutige Gestaltung des Platzes stammt aus der Zeit um 1900. In der Mitte des Platzes befindet sich ein Springbrunnen im Jugendstil, ebenfalls im Jahr 1900 erbaut, der die Form eines Schwanes hat, aus dessen Schnabel Wasser sprudelt.

Schwanenbrunnen

Capella di San Telmo : Eine Vorgängerkirche der heutigen Kapelle scheint bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts innerhalb der Befestigungsanlage San Telmo errichtet worden zu sein. Das heutige Gebäude geht auf eine Gründung der Kaufmannsgilde im Jahr 1780 zurück. Im Jahr 1827 wurde die Kirche durch eine Flut stark beschädigt. Nach einer grundlegenden Restaurierung im Jahr 1880 wurden nur noch wenige Veränderungen vorgenommen.

Neben weiteren kirchlichen Bauten gibt es eine Vielzahl weiterer profaner Gebäude, die zu besichtigen sich lohnt. Zahlreiche weitere Hinweise gibt der hervorragende Wikipedia-Artikel, aus dem auch die vorangehenden Textpassagen stammen.

Viele weitere Fotos finden sich hier.

Zitat

Zu wissen, wieviel Böses geduldet werden sollte, macht einen nicht unbeträchtlichen Teil der Weisheit aus.

(Edmund Burke, 1729-1797)

Lola für Lau 2

Hier ist das erhoffte Video zur Preisverleihung der LOLA für den besten männlichen Nebendarsteller, Frederick Lau, für seine Rolle in “Die Welle”.

Merkel und Sarkozy feiern ihre eigene europäische Freundschaft. Im Zusammenhang mit der Verleihung des Karlspreises an Angela Merkel erinnert die Süddeutsche Zeitung heute in ihrem Aufmacher daran, dass diese enge Freundschaft noch recht frisch ist, zeigte sie sich doch erst in Bukarest so recht bei der Weigerung gegenüber George W. Bush, “die Ukraine und Georgien in ein Vorbeitrittsprogramm zur Nato aufzunehmen”.

Mich irritiert jetzt nur die Frage, warum Bush wollte, dass die beiden Staaten an der Nato vorbei treten und wozu es dafür ein eigenes Programm benötigt hätte ??

Foto des Tages

Foto von bosabosa

Heute, am 1.Mai, dürfte der Zustand der Aussperrung beendet worden sein, denn dies ist der erste Amtstag für Michael Adam, den 23jährigen schwulen Bürgermeister von Bodenmais.

Am 16. März hatte er mit sensationellem Ergebnis den bisherigen Amtsinhaber Fritz Wühr (CSU) geschlagen, der daraufhin sein Amtszimmer versperrte, den Schlüssel einbehielt und seine Amtsgeschäfte ruhen ließ. Von einer Einarbeitung in die neue Aufgabe, wie sie seinen Kollegen üblicherweise zuteil wird, konnte Adam nur träumen.

Wühr, der wegen der “eigenwilligen” Führung seines Amtes nicht nur von den Wählern abgesetzt wurde, sondern auch von kommunalen Aufsichtsgremien scharf gerügt wurde, hat Bodenmais in 18 Amtsjahren an den Rande des Ruins getrieben.

Nun, mit Antritt des neugewählten Stadtoberhauptes, ist erstmals gründliche Akteneinsicht möglich - falls Michael Adam heute den Schlüssel für das Bürgermeister-Zimmer ausgehändigt bekommen hat.

Vatertag

Ich verspreche, es wird so bald nicht wieder vorkommen (und wie ich sie und mich kenne, ist die Gefahr, das Versprechen brechen zu müssen, äußerst gering) - aber ich muss Ursula von der Leyen heute einmal zustimmen. Sie will die bisherige Art, den sogenannten “Vatertag” zu begehen, nicht mehr hinnehmen. “Kerle, die ihre Kinder möglichst weit von sich haben wollen, das ist das Allerletzte. Ein Vater sollte vor seinen Kindern auch nicht betrunken sein.”

Der Rausch ist aber oft das einzige Ziel der marodierenden männlichen Wandergruppen. Die traditionelle Bezeichnung “Herrenpartie” für die Ausflugsgesellschaften zeigt noch, dass von Vatergefühlen an diesem Tag nicht die Rede ist, sondern eher vom männlichen Dünkel der Herrenmenschen.

Man(n) stelle sich nur einmal vor, der Muttertag würde in entsprechender Weise begangen werden ! Absurd !

Der Barde Gianmaria Testa aus dem Piemont und die Sängerin Dolcenera gestalten im Serenadenhof Nürnberg eine “Italienische Nacht”. Unbedingt anhören, denn einen schöneren italienischen Abend in Nürnberg wird es in diesem Jahr nicht geben !

…..

Termin: Samstag, 5. Juli, 20 Uhr. Veranstalter: Kunst Kultur Karstadt

Am 25. April 2008 entschied - nach zweimonatiger Prozessdauer - ein New Yorker Gericht, der Tod des 23-jährigen Sean Bell im Kugelhagel dreier Polizisten bleibt ungesühnt. Bell war nach einer Party zusammen mit zwei Freunden in eine Kontrolle von Zivilpolizisten geraten, die sich von dem Trio bedroht fühlten.

Die USA-weite Empörung, die nach dem unerklärlichen Verhalten der Todesschützen im November 2006 einsetzte, erhält nun neue Nahrung.

Auch wenn ein unterstellter rassistischer Hintergrund nicht wahrscheinlich ist, so ist die entscheidende Frage doch, mit welcher Rechtfertigung ein unbewaffneter Mann (oder selbst ein vermeintlich Bewaffneter, der aber keinen Schuss abgab) mit 50 Kugeln niedergestreckt werden darf, ohne dass der Schuldige dafür erkennbar bestraft wird (allein einer der Beamten hat 31 Schüsse - mit Nachladen - abgegeben). Welches Bedrohungsszenario kann diese Gewaltorgie plausibel machen ?

“Wir wollen, dass die Polizei ihr Leben riskiert, um uns zu beschützen. Sie soll nicht unser Leben riskieren, um ihr eigenes zu schützen”, brachte der Staatsanwalt die Situation auf den Punkt.

Der Freispruch, begründet mit widersprüchlichen Zeugenaussagen, ist ein Skandal ! Denn die Sachlage ist klar: es gibt keine akzeptable Erklärung oder Begründung für diesen Kugel-Rausch eines Polizisten.

Wer hätte das gedacht: „ Wir haben viele Autos getestet, aber der Kadett E hat einen Sound, der jedes Schlagzeug in den Schatten stellt. Er ist der Steinway unter den Konzertautos.“ Christian von Richthofen muss es wissen – schließlich bearbeitet er in seiner irrwitzigen Percussion-Show und Musik-Comedy gemeinsam mit Kristian Bader bzw. Rolf Clausen den Kadett, dass es nur so kracht. Ein musikalischer Wahnwitz hoch 2!

Alles beginnt ganz harmlos mit quietschenden Samba-Streicheleinheiten für den Lack, Türschlag-Bossa-Nova und allerlei bisher ungehörten Geräuschen und Tönen. Doch es bleibt nicht lange bei dieser Ouvertüre – bald dreschen die Künstler mit schwerem Gerät auf Blech und Verbundglas, nur unterbrochen von brillant-schrägen Gesangseinlagen. Zum finalen Crescendo kommen sogar Axt, Vorschlaghammer und Flex zum Einsatz, bis die Funken fliegen.

Dieses Event ist 2008 leider nur noch in Köln zu sehen (derzeitiger Planungsstand). Wer die Gelegenheit zum Besuch hat, sollte diese nicht verpassen.

(Abb.: tour-blog.de , wo es viele weitere Showbilder gibt)

Ein US-Forscherteam hat anhand einer Protein-Analyse nachgewiesen, dass der Tyrannosaurus rex, der mit bis zu 7 Tonnen Gewicht, verteilt auf bis zu 13 Meter Körperlänge, zu den größten Raubsauriern gehörte, mit Hühnern enger verwandt ist als mit irgendeinem anderen heutigen Wirbeltier.

Der T.rex, als der heute allgemein populär ist, mag sich glücklich schätzen, bereits vor rund 65000000 Jahren ausgestorben zu sein, denn diese Erkenntnis hätte ihn, das größte räuberisch lebende Tier des Festlandes in der Erdgeschichte, in seinem Selbstvertrauen dauerhaft erschüttert.

Gleichzeitig sollten wir sein Glück teilen, denn es wird allgemein anerkannt, dass die derzeit in bäuerlicher Obhut befindlichen engsten Verwandten des T.rex für die Käfighaltung besser geeignet sind als die frühen Vorfahren.

Auch der deutschen Hausfrau wird eine Bevorzugung des Grillhähnchens statt des Dinos am Spieß nachgesagt.

Lola für Lau

Frederick Lau erhält die LOLA, den Deutschen Filmpreis, als bester männlicher Nebendarsteller für seine Rolle in der Verfilmung des Jugenddramas “Die Welle“. Meinen herzlichsten Glückwunsch an den 18-jährigen Berliner, den wir demnächst auch im “Freischwimmer” bewundern dürfen !

Erkennbar überrascht und überwältigt vom Gewinn der LOLA, wurde Frederick Lau seinem Publikum durch seine rührend hilflose Dankes-”Rede” umso sympathischer. ( Sobald sie im Web zu haben ist, werde ich sie hier dokumentieren.)

Wie die Süddeutsche Zeitung am 28.April berichtet, habe der Schauspieler anschließend auf Til Schweigers Party im Cookies Club zwar “sein Sakko verloren, aber seine Sprache wieder gefunden und bestellte Wodka auf Eis”.

Older Posts »